WILLKOMMEN IM GASTHOF LINGG

 

 

Ein geschichtsträchtiges Gebäude

Der Gasthof Lingg, ist weit mehr als nur ein Restaurant, er ist ein historisches Wahrzeichen mit einem tief verwurzelten spätmittelalterlichen Kern.  Im Laufe der Jahrhunderte erfuhr er jedoch mehrere bedeutende Umbauten und Anpassungen. Neben der tiefgreifenden Umgestaltung in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts war die Neugestaltung im Jahr 1888 besonders prägend, als ihm sein heutiges Erscheinungsbild verliehen wurde. Die letzten Umbauten erfolgten 1973 und 2009.

 

Die neubarocke Fassadenmalerei von Florus Scheel
Die berühmten Wandmalereien am Gasthof Lingg, die eng mit dem Spitznamen „Füdelewirt“ verbunden sind, wurden im Jahr 1888 von dem Vorarlberger Fassadenmaler Florus Scheel dem Älteren (1864 – 1936) geschaffen. Sie zeigen eine lebhafte Komposition aus Grotesken und Putten, die ursprünglich in skandalöser Weise splitternackt dargestellt waren. Diese Darstellung wurde vom Wirt, Eduard Lingg, bewusst als Provokation gegen den damals herrschenden, konservativen Zeitgeist eingesetzt, um die Verlegung eines Altars der Fronleichnamsprozession, der vor dem Gasthaus aufgestellt wurde, zu erzwingen – was ihm auch gelang.

 

Der öffentliche Aufschrei über die „unzüchtigen“ Knaben war so groß, dass Scheel gezwungen wurde, die Malereien kurz nach ihrer Fertigstellung zu überarbeiten und die nackten Figuren züchtig mit Tüchern und Kleidern zu bedecken.

 

Erst bei einer umfassenden Restaurierung im Jahr 1969 wurde die ursprüngliche Freizügigkeit der Malereien teilweise wiederhergestellt. Die Putten durften ihre Hüllen wieder fallen lassen. Aus Respekt vor der historischen Anekdote und dem damaligen Skandal blieben jedoch einige Figuren weiterhin bekleidet. Heute sind die Malereien ein markantes Wahrzeichen der Feldkircher Altstadt und dienen als humorvolle Erinnerung an den Konflikt zwischen bürgerlicher Moral und wirtschaftlichem Unternehmertum.

 

 

WILLKOMMEN IM GASTHOF LINGG

 

Gasthof Lingg: Vom Mittelalter zum „Füdelewirt“

Der Gasthof Lingg ist ein historisches Wahrzeichen mit spätmittelalterlichem Kern, dessen heutiges Erscheinungsbild weitgehend durch den Umbau von 1888 geprägt wurde.

Im selben Jahr schuf Florus Scheel die berühmten neubarocken Fassadenmalereien, die dem Gasthof den Spitznamen „Füdelewirt“ gaben. Wirt Eduard Lingg ließ die Figuren zunächst splitternackt darstellen, um konservative Kreise zu provozieren und die Verlegung eines Altars zu erzwingen.

Aufgrund des öffentlichen Skandals mussten die als „unzüchtig“ empfundenen Figuren kurz darauf bedeckt werden.

Erst eine Restaurierung im Jahr 1969 stellte die ursprüngliche Freizügigkeit teilweise wieder her. Die Malereien sind heute ein humorvolles Wahrzeichen der Feldkircher Altstadt.